Corona-Protest kommt aus der Mitte der Gesellschaft

Ein Gastbeitrag von Mike Schäfer

Wieder haben am vergangenen Samstag auf den Straßen Freiburgs Tausende gegen die Corona-Maßnahmen und vor allem gegen eine drohende allgemeine Impfpflicht demonstriert.

In dem Protestzug fanden sich Eltern und Kinder, Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Studierende, Berufstätige und überhaupt Menschen aus allen Bevölkerungsschichten. Der Protest blieb friedlich, die Kooperation mit der Polizei lief wieder gut, obwohl festzustellen ist, dass die Atmosphäre angespannter war als bisher. Verantwortung dafür tragen auch viele zunehmend militanter und aggressiver auftretende Gegendemonstrant*innen.

Die gegen die Proteste neu formierten Plattformen „FreiVAC“ sowie „#unserfreiburg“ behaupten gebetsmühlenhaft, diese Protestbewegung sei nazistisch, antisemitisch, verbreite Verschwörungstheorien und „leugne“ die Existenz des Corona-Virus sowie der dadurch verursachten Krankheit. Diese Behauptungen sind allesamt unwahr und verleumderisch.

Das einzige Ziel der Proteste und von „FreiSein Freiburg“, das die Proteste organisatorisch betreut, ist es, die völlig maßlos, willkürlich und absurd gewordene deutsche Corona-Politik zum Ende zu bringen, die bürgerlichen Grundrechte wiederherzustellen und vor allem die drohende allgemeine Impfpflicht zu verhindern, die einen noch nie dagewesenen Rechtsbruch darstellen würde. Außerdem wollen wir dazu beitragen, dass die Spaltung unserer Gesellschaft über der Corona-Frage überwunden wird. Dazu muss die Diffamierung aufhören, und es muss ein Dialog beginnen.

Diese Ziele verfolgen wir friedlich, mit demokratischen Mitteln, und wir verwahren uns mit allem Nachdruck gegen die zitierten verleumderischen Unterstellungen. Wir distanzieren uns von Rechtsextremismus, Antisemitismus und absurden Verschwörungstheorien, was uns umso leichter fällt, als wir an solchen Ideologien kein Interesse haben. Wir sind wache, kritische Bürgerinnen und Bürger, die der Meinung sind, dass unsere Demokratie durch maßlos gewordene staatliche Willkür in Gefahr ist.

Freiburg, 31. 01. 2022
Mike Schäfer